Bissingen - DSL Umfrage
Unter dem Motto „Datenautobahn auf dem Lande" ist die Landesregierung im letzten Jahre angetreten, auch für Gemeinden in ländlichen Gebieten den Anschluss an das schnelle Datennetz zu erreichen.
Die Chancengleichheit der ländlichen Bereiche gegenüber den städtischen Regionen zu wahren und zu fördern, attraktive moderne Arbeitsplätze auf dem Land zu erhalten oder gar neue zu schaffen, die Informations- und Bildungsmöglichkeiten in ländlichen Gebieten zu verstärken oder die Versorgung des ländlichen Raums mit sozialen Dienstleistungen sicherzustellen selbst hierfür ist der Zugang zum World-Wide-Web (Internet) unverzichtbar. Schnelle Internet- und Breitband-kabelanschlüsse gehören in Zukunft zur lebensnot-wendigen Infrastruktur wie die Straßen, Wasser-, Abwasser- oder Stromversorgung.
Statistisch gesehen verfügt jeder Bissinger bzw. Ochsenwanger Haushalt über einen Festnetz-anschluss. Bei der Versorgung mit einem Breitbandkabelanschluss oder einem DSL-Anschluss bestehen noch deutliche Lücken, gänzlich bzw. vor allem in Ochsenwang
Eine Umfrage in allen Haushalten soll nun den örtlichen Bedarf erheben.
Das Ziel ist von der Landespolitik klar definiert, dennoch wird diese wichtige Aufgabe einmal mehr dem Spiel der freien Marktkräfte überlassen. Die Abschaffung des Postmonopols und die Privatisierung des Telekommunikationsmarktes brachte zwar viele Anbieter auf den Markt und allenthalben niedrigere Tarife. Sie brachte aber auch Standortnachteile für die kleineren Gemeinden und Ortschaften, denn investiert wird seither ausschließlich dort, wo die Anschlussdichte, die Nachfrage und der Gewinn am größten sind.
Vor diesem Hintergrund sind die jüngsten Angebote der Telekom zu verstehen, welche der Gemeinde-verwaltung auf mehrmalige Anfrage nach dem Ausbau eines flächendeckenden DSL-Netzes vorgelegt wurde. Wir warten derzeit noch auf die exakte Trassenplanung, damit mit den Nachbarn in Nabern und Hepsisau ein gemeinsames Vorgehen koordiniert werden kann.
Technisch sei ein Ausbau des Ortsnetzes mit einer Leistungsbreite bis zu 16 MBit jederzeit machbar wenn neue Glasfaserkabel von 2,5 bzw. 3,5 km Länge verlegt werden. Die derzeit vorhandenen
Kabelstrecken mit vielen Leitungen müssten vor-aussichtlich in einer neuen Verteilerstation zusammengeführt und neu geschaltet werden.
Da die Leitungsgeschwindigkeit mit zunehmender Entfernung von der Verteilerstation und mit der Anzahl an Teilnehmern abnimmt, ist u.U. auch nach einem Ausbau die maximale Leistung von 16 MBit nicht überall verfügbar.
Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten würde sich die Verlegung der Glasfaserkabel aber nur bei einer größeren Anzahl von Neu-Kunden rechnen. Für die Telekom liegt diese Wirtschaftlichkeitsgrenze derzeit bei ca. je 500 echten DSL-Neukunden oder einem Investitionsvolumen von 77.350 Euro. Nach dem aktuellen Angebot der T-COM müsste die Hälfte aller Haushalte bereit sein, innerhalb eines halben Jahres einen schnellen DSL-Anschluss bei der T-COM zu beauftragen.
Ersatzweise müsste sich die Gemeinde verpflichten für jeden fehlenden Neukunden einen Ausgleichs-betrag von 500 Euro (zzgl. Mwst.) zu bezahlen.
Um den Bedarf in der Gemeinde festzustellen bitten wir alle Interessierten, den in diesem Heft abgedruckten Fragebogen sorgfältig auszufüllen und spätestens bis 31.12.2008 bei der Gemeindeverwaltung im Rathaus abzugeben.
Der Fragebogen steht auch im Internet zum Abruf bereit.
http://www.bissingen-teck.de/DSLFragebogen.doc
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